{"id":1465,"date":"2014-01-07T20:05:25","date_gmt":"2014-01-07T19:05:25","guid":{"rendered":"http:\/\/www.daswerk.net\/seite15\/?p=1465"},"modified":"2014-01-07T20:18:40","modified_gmt":"2014-01-07T19:18:40","slug":"2013-in-worten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.seite15.de\/?p=1465","title":{"rendered":"2013 in Worten."},"content":{"rendered":"<p>Es war ein Abend irgendwann im Februar des letzten Jahres. Die Stra&#223;en und B&#252;rgersteige mit Schnee bedeckt. Wir hatten gerade ein Zimmer in unserer zweiten &#220;bergangswohnung in M&#252;nchen bezogen: Plattenbau wie in Ostdeutschland. Keine M&#246;bel. Eine Matratze am Boden. Ich gehe bei Minusgraden eine Runde um den Block und telefoniere mit meinem alten Kollegen und Gassenhauer Philipp S. Wir sprechen &#252;ber dieses und jenes. Dann sagt er:<\/p>\n<blockquote><p><em>&#8222;Ja, To-Do Listen sind gut. Sie halten einen &#252;ber Wasser!&#8220;<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p>Es war einer dieser S&#228;tze, die sich 2013 bei mir eingepr&#228;gt haben. <!--more--><\/p>\n<p>Zweitausenddreizehn war ein anstrengendes Jahr. Ein ungl&#252;ckliches und in Teilen sogar unertr&#228;gliches Jahr. Zweitausenddreizehn bestand aus einer neuen Stadt, drei verschiedenen Wohnungen und drei neuen Jobs. Es war ein Jahr im Umbruch. Es war ein Jahr mit Bruch.<\/p>\n<p>Da war dieses Gef&#252;hl ein Leben zu verschwenden. Ich war ungl&#252;cklich, orientierungslos und verzweifelt. Ich habe erfahren, erfahren m&#252;ssen, was mir selbst wichtig ist. Wie gut und gl&#252;cklich dieses Leben war, das wir bis dato f&#252;hren durften. Ich habe, die ein oder andere Sache zu ernst genommen, war bisweilen am Ende meiner Kr&#228;fte und habe gemerkt, wie wichtig Familie und Freunde sind. Ich habe nette Menschen und menschliche Arschl&#246;cher kennengelernt. Ich habe viel gelernt. &#220;ber Start Up\u00b4s, Mittelst&#228;ndler und Gro&#223;konzerne. Ich habe mich versucht einzuleben in einer Stadt, nein in der Stadt, die ich seit fr&#252;hesten Jahren verabscheut habe. Es waren nicht die einfachsten Vorrausetzungen f&#252;r ein gelungenes Zweitausenddreizehn. Am Ende nehme ich vor allem Erkenntnisse und Erfahrungen mit. Wer wei&#223;, wof&#252;r sie noch einmal von Nutzen sind. Am Ende habe ich eine Stelle gefunden, von der ich sagen kann, dass sie f&#252;r mich endlich eine richtig gute Anstellung ist. Was nicht bedeutet, dass ich Anstellungsverh&#228;ltnisse als solche \u2013 also proletarische Verh&#228;ltnisse per se \u2013 als gut und erstrebenswert empfinden w&#252;rde. Aber zu alledem, da gibt es viele Gedanken. Gedanken, die noch geordnet werden wollen.<\/p>\n<p>Zweitausenddreizehn hat \u2013 auf den Tag genau vor einem Jahr \u2013 einen bitteren Anfang genommen und sich irgendwann, irgendwie langsam gebessert. Und nat&#252;rlich gab es sie auch: Die sch&#246;nen Momente mit netten Menschen. Urlaube, Hochzeiten und unser 10 J&#228;hriges Jubil&#228;um. 365 Tage sp&#228;ter, ist heute jetzt alles zumindest einmal wieder ganz in Ordnung. 365 Tage sp&#228;ter steht auf meiner To-Do Liste: &#8222;Seite15\u00a0 &#8211; R&#252;ckblick in Worten &#038; Bildern&#8220;. Das hier waren die Worte. Die Bilder folgen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es war ein Abend irgendwann im Februar des letzten Jahres. Die Stra&#223;en und B&#252;rgersteige mit Schnee bedeckt. Wir hatten gerade ein Zimmer in unserer zweiten &#220;bergangswohnung in M&#252;nchen bezogen: Plattenbau wie in Ostdeutschland. Keine M&#246;bel. Eine Matratze am Boden. 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