{"id":49,"date":"2006-09-03T20:12:01","date_gmt":"2006-09-03T18:12:01","guid":{"rendered":"http:\/\/www.daswerk.net\/seite15\/?p=49"},"modified":"2006-09-03T20:20:05","modified_gmt":"2006-09-03T18:20:05","slug":"sonntag-abend","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.seite15.de\/?p=49","title":{"rendered":"Sonntag Abend."},"content":{"rendered":"<p>Heute Abend werde ich wohl wieder Tatort schauen. Dann Christiansen und dannach oder dazwischen einschlafen. Es ist Sonntag. Wie einf&#228;ltig so ein Leben doch sein kann. Was ich an all diesen Tatort-Sonntagen zusammen schon h&#228;tte schaffen k&#246;nnen. Mindestens einen Weltkonzern aufbauen. Aber ich wollte wohl nicht. Das ist es so oft. Wir k&#246;nnten so viel und wollen so wenig. Unbewusst. Ach das wird jetzt zu kompliziert. Und damit tue ich eben genau dies (nicht). Ich resigniere vor mir selbst weil es zu kompliziert, zu aufwendig zu m&#252;hsam ist. Dabei ist nichts &#8211; sei es f&#252;r dich, mich oder die kleine Welt da drau&#223;en &#8211; Bedeutendes jemals ohne Anstrengungen entstanden. Schmerzen bringen dich weiter. Oder so. Ganz sicher.<br \/>\nObwohl ich das wei&#223; will ich oft nicht. Und da w&#228;ren wir wieder. Auf Wiedersehen Wille. Gr&#252;&#223; Gott Bequemlichkeit. Er ist es, der Wille, das Wollen. Er, der im Endeeffekt dar&#252;ber entscheidet ob ich am Ende des Monats mit gest&#228;hltem Oberk&#246;rper das Freibad besuche oder immer noch einen kleinen Wunst vor mir her Schiebe. Hat ja beides was. Entschuldigt die Bequemlichkeit den unterdr&#252;ckten Willen.<\/p>\n<p>Mir w&#252;rde jetzt noch mehr einfallen. Ich k&#246;nnte weiter schreiben. Aber Tatort beginnt. Es ist Sonntag Abend. Wie einf&#228;ltig so ein Leben doch sein kann.<br \/>\nAch so noch kurz &#8211; ich bin ja wieder zur&#252;ck.<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.daswerk.net\/seite15\/bilder\/platzhalter.gif\" \/><br \/>\nGriechenland hie&#223; Sonne, 32 Grad und blauer Himmel. Gegensatz zu dem was die Tagesthemen also &#252;ber das deutsche Wetter berichtet haben. Athen hat mich &#252;berrascht. Mir viel besser gefallen als erwartet. Griechenland ging im Endeffekt auch. Aber vielleicht lag das auch nur an dem Taxifahrer der &#8222;Servus&#8220; und &#8222;Gr&#252;&#223; Gott&#8220; mit griechischem Akzent sagen konnte und uns auf deutsch erkl&#228;rte, dass das Bayrische Brot und die Wurstauswahl so gut sein. Dass das mit Ostdeuschtland generell ja schon richtig war, aber viel zu schnell ging und nicht so mit der Brechtstange von einem Tag auf den anderen h&#228;tte durchgef&#252;hrt werden d&#252;rfen. Daf&#252;r w&#252;rden wir noch heute bluten meinte er. Dazwischen deutete er immer mal wieder kurz aus dem Fenster und zeigte uns Olivenb&#228;ume die ihm oder einem Verwandten seiner Verwandten geh&#246;rten. Die Sonne brannte herunter wir waren mit zwei Taxis auf dem Weg zum Athener Flughafen. &#8222;Und dann haben ich Griechischer Casanova meine Frau aus Ingoltstat nach Griecheland entf&#252;hrt. Aber hier ist auch gute Leben.&#8220; Er lacht fr&#246;hlich und mir wurde Griechenland symphatisch. Zwischen all diesen Olivenb&#228;umen und einem lebensfrohen Taxifahrer.<br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.daswerk.net\/seite15\/bilder\/platzhalter.gif\" \/><\/p>\n<p>Jetzt habe ich wahrscheinlich den Mord verpasst.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.daswerk.net\/seite15\/bilder\/platzhalter.gif\" \/><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute Abend werde ich wohl wieder Tatort schauen. Dann Christiansen und dannach oder dazwischen einschlafen. Es ist Sonntag. 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