Gerade führen die Bayern 2:0 gegen Mailand würde ich schätzen. Ich schaue das Spiel zwar nicht aber ich höre es. Besser gesagt höre ich die Jubelschreie und das massenhafte Raunen aus dem Hinterhaus. Wenn man den Ohren Glauben schenken darf dann müssen das Hunderte da unten sein. Also beinahe und ungefähr zumindest. König Fußball begeistert einmal mehr die Massen.
Yiiiiha.
Vom Anfang und Ende.
07:30 aufstehen, 12:30 Mensa, 16:00 Kaffeepause. Das ist mein Rythmus seit einigen Monaten. Ich schaffe so knapp acht Stunden für die Masterarbeit pro Tag. Über 120 Bücher habe in den letzten Wochen an- oder eben komplett gelesen. Es ist ein guter Rythmus bis dato. Und ich fürchte sogar ich werde ihn ein klein wenig vermissen. Die Mensa, die Kaffeepause und die Bib. All die bekannten und unbekannten Gesichter um mich herum. Das Heer von 18.574 gleichaltrigen Studenten. „Vom Anfang und Ende.“ weiterlesen
All is pretty.

…und die Sonne am morgen erst recht.
11 Freunde sollt ihr sein.

Wann hat der Club das letzte Mal in der Bundesliga 5:0 gesiegt? Wann hatten wir zuletzt so eine spielfreudige, junge Mannschaft? Wann hatten wir zuletzt – mitten in der Saison – nur 3 Punkte Rückstand auf den großen FC Bayern? Ich habe es am Anfang der Saison ja schon propehezeit. Der ewig mürrische Clubfan traut seinen Augen immer noch nicht so recht. Wo ist der Abstiegskampf nur hin? Ich bin der festen Überzeugung, dass ist kein Ausrutscher sondern der Beginn einer neuen Ära beim Club. Dahinter steht nicht nur eine Momentaufnahme, nicht nur ein paar herausragende Einzelspieler – dahinter steht das Konzept Nachwuchsförderung und ein Trainer, der eine junge Mannschaft zu einem geschlossenen Team geformt hat. Das ist das Konzept für die Zukunft. 11 Freunde sollt ihr sein.
Zur Sache zu Guttenberg.
„Die politische Landschaft in Deutschland ist um einen fähigen Kopf ärmer geworden. Um so trauriger, als dieser Mensch seine Fehlerhaftigkeit eingestanden und seinen Glorienschein eingebüßt hatte. (…) Ich bezweifle, ob die Journaille, pardon der aufrechte auflagenzahlenbewusste Journalismus, ob die Wissenschaft sich eingestehen kann, benutzt worden zu sein. Ich fordere, dass der Wissenschaft selbst nun endlich der Spiegel vorgehalten und der Frage nachgegangen wird, wer alles die famose Guttenbergsche Doktorarbeit nicht oder nicht richtig oder nicht gewissenhaft korrigiert hat.“
Es sind die prägnantesten Worte die ich heute zum Fall Guttenberg gelesen habe. Ich bin über sie in einem kleinen Blog gestolpert. Ich gebe sie hier frei gesampelt und ohne Fußnoten wieder. Ich habe den ganzen Tag altehrwürdige Medien wie die FAZ, die NZZ und die NY Times durchforstet, habe mich über Süddeutsche und Zeit geärgert und einmal mehr festgestellt, dass SPON längst auf das gleiche Niveau gesunken ist wie die Bild – eben nur mit diesem gefährlichen pseudointellektuellen Anstrich. Am Ende aber sind wirt dort zurück wo die Dinge ihren Lauf nahmen – im Internet. Heute morgen habe ich bei Facebook geschrieben:
„Jetzt haben es die Medien dann also doch geschafft. Wenn Guttenberg heute zurücktritt geht einer der letzten Politiker in diesem Land der parteiübergreifend das Zeug gehabt hätte (junge) Menschen wieder für Politik zu begeistern.
Seine Dissertation, das steht außer Frage, war eine große persönliche Blamage – nur eben keine politische. Er war Verteidigungs- nicht Bildungsminister. Es war eine traurige Kampagne.“
Meine Gedanken sind zugegeben immer noch ein wenig wirr. Ich gehöre keiner Partei an, ich kann mich normalerweise noch nicht einmal sonderlich für Politik begeistern. Aber ich glaube, dass dieser Guttenberg selbst im Zeitpunkt seiner größten Niederlage heute eine Rede gehalten hat die anständiger, aufrichtiger und selbtkritischer war als der ganze große politische Rest da draußen. Vor allem aber anständiger und selbskritischer, als die Medien und die Wissenschaft der letzten Wochen. Oder zumindest die, die sich in ihrem Namen zu Wort gemeldet haben.
CapriSonne.

Golf VI.
Innerhalb von nur einer Woche haben sich gleichzeitig und doch unabhängig voneinder drei meiner Freunde einen gebrauchten 6er Golf gekauft. Alle drei in Nürnberg und alle drei in schwarz. Ich würde ja fast wetten, dass ihr – ohne es zu wissen – die gleichen Autos bei den gleichen Verkäufern angefragt habt. Die Welt ist manchmal so klein.
Ein Tag Masterarbeit.
Untitled.
Wir müssen diesen Julian Schieber behalten. Koste es was es wolle – und wenn es ein Gündogan ist.

