Die guten Geschichten.

Gestern der Abiball meines Bruders. So unterschiedlich Abibälle auch sein mögen so gleich sind sie doch. Alle! Vom bayerischen Titting in´s norddeutsche Flensburg. Es ist dieses Gemisch aus Freude, Zusammenhalt, Stolz, Ungewissheit und Alkohol das in der Luft liegt. Die Kollegstufenvertreter halten, meist deutlich prägnanter als der Rektor, eine kurze Rede:

„Es gibt da ein Sprichwort: Dort wo eine Tür zufällt öffnet sich eine andere. Wir ziehen heute eine Tür hinter uns zu und müssen eine Neue öffnen. Bei Manchem ist noch nicht ganz klar welche es wird. Die Auswahl scheint groß. Ich wünsche allen von euch, dass sich unsere Türe noch nicht ganz schließt, einen Spalt für alte Freunde offen bleibt.“

P1100799.JPG

Es folgen Applaus, Gelächter und die Zeugnissvergabe. In jedem Jahrgang gibt es die hübschen Mädchen, die extrovertierten Jungs, die verpeilten Lehrer, die guten Geschichten. Ich sitze da, schaue mir dieses wunderbare Schauspiel an, komme mir routiniert vor, fast ein Stück wie ein alter Mann der all das schon hunderte Male erlebt hat, fotografiere und bin zufrieden. Mit dieser Veranstaltung, meinem Bruder, dem Gefühl und meiner Vergangenheit. Während abschließend ein Abifilm gezeigt wird gehen mir noch ein paar Dinge durch den Kopf. Wir sollten diesen Sommer planen, ich bin Philanthrop (oder möchte es zumindest einmal werden), ich möchte einen Film drehen. Mir fehlen ICQ Kontakte. Morgen Nachmittag vielleicht Wii Spielen oder Tennis? In Abizeitungen gehören Zitate, es ist wunderbar wenn Leute durch Bayerntickets zusammenfinden und ich sollte dieses Abivideo schneiden.

Mit all diesen wirren Gedanken fahre ich in die Stadt und treffe die alten Homies. Wir haben unsere Tür damals längst aus den Angeln gehoben. Mit dem Rückenwind der dadurch bläst sollten wir jetzt neue Erlebnisse anpacken. Den Sommer planen, neue Türen aufmachen und später routiniert und freudig auf Sie zurückzublicken. Die guten Geschichten. „Die guten Geschichten.“ weiterlesen

Heimkehr.

Festivals gehören zu jeder ernsthaft gelebten Jugend. Ebenso wie dieses Gefühl von Leere und Müdigkeit wenn man nach 4 durchzechten Tagen wieder alleine zu Hause sitzt. Da waren bis gerade noch Sonne, Live-Konzerte, Freunde, Freaks und Zeltgeschichten. Immer im Bewusstsein: Wir haben etwas Gutes, etwas Großes erlebt und schade, dass es schon wieder vorbei ist. Wenn sich die vielen Eindrücke gesetzt haben, der Schlaf die Müdigkeit verdrängt hat und ich mein Macbook wieder habe gibt es hier die Besten von knapp 500 Bildern. Wenn ihr fleißig applaudiert vielleicht noch ein paar Videos und Zitate als Zugabe. Alles ab Mittwoch.

Graniph.

Es gibt da so einen japanischen T-Shirt Store den ich schon viel zu lange in den Bookmarks habe. Die Japaner gehen voll auf Bauhaus, Helvetica und deutsche Sprüche auf ihren Shirts ab – auch wenn die nicht immer Sinn ergeben. Vor 4 Tagen hab ich jetzt online geordert, die Kreditkartennummer auf irgendeiner bunten japanischen Bankseite mit jeder Menge Hyroglyphen eingetippt, heute wurden sie geliefert. Direkt aus Tokyo. Shirt eins, zwei und drei. Yiiiha!

DSC04893.jpg

Auf die Threadless – Bestellung warte ich noch…. Das Online Tracking funktioniert irgendwie nicht. Ach ja wenn einer irgendwas von schwulen (Regenbogen)farben erzählt gibst was zu hören.

Zitate und Momente.

Ich nutze die Notizfunktion meines iPhones momentan inflationär. Immer wieder schreibe ich kleine Ideen, To-Do Scheiße oder einfach Momente auf. Die letzten beiden langen Nächte repräsentiert durch drei Zitate aus meinem Zettelkasten: Donnerstag nach dem Deutschland Spiel, einer Flasche Willy und zu viel Bier sind wir irgendwann auf dem Weg in die Suite. Fips fährt schlingert mit Sofias Rad. Zwischendrinn fällt er immer wieder hin oder fährt gegen alles was vor ihm auftaucht.

Sofia: „Attention to my Fahrradkorb! Attention to my basket case!
Es macht wum, Fips liegt wieder am Boden.
Sofia: „Ich wusst´s halt, schon wieder mein Fahrrad Korb

DSC04851-k.jpg

Es folgen Pirouetten in der Suite und eine Fragerunde von der Maike an die Feuerwehr die zum Großeinsatz angerückt war. Freitag Abend dann: Die Hamburger Band Kettcar spielt im Kulturspeicher. Draußen fließt in den letzten Sonnenstrahlen die Donau vor sich hin. Marcus Wiebusch zwischen zwei Liedern, beim Stimmen seiner Gitarre:

Wo die Menschen Flüße haben, haben sie noch Hoffnung.

dannach erzähle ich einem Mädchen bei der After-Show-Party in der „Heimat“:

Des is der Zachelhuber Fips – der kriegt se in unserem Dorf alle! Zachelhuber komm mal her!

Das WG-Buch.

Gerade beim Fürhstücken habe ich festgehalten, dass mein lieber Mitbewohner Fips unter Dusche immer fröhlich pfeift und singt. Das WG-Buch ist ein kleines Schatzkäschten mit den besten Sprüchen und Partys. Wir müssen es wieder öfter mit Inhalt füttern. So ein WG-Buch sollte jeder haben!

P1100592.jpg

Thees Uhlmann spricht mit MM

Es kommt selten vor, dass ich auf etwas ein klein wenig stolz bin. Heute dann aber doch: Ein Audiointerview, von mir produziert. Mein Erstes und dann auch noch mit Thees Uhlmann als Gesprächspartner. Stolz deswegen weil ich beschissene drei Tage daran rumgeschnitten habe. Es wird schätzungsweise mein einziges Radiofiletstückchen bleiben. Gedacht für afine.de und den nächsten Studentenfunk Podcast.

P1060413.jpg

Thees Uhlmann ist so etwas wie der sympathische Geschichtenonkel des deutschen Indie. Er singt bei Tomte, der studentischsten Band der Welt, hat sein eigenes Label gegründet, schreibt für verschiedene Magazine, hat zusammen mit Jürgen Vogel und Heike Makatsch im Kinofilm “Keine Lieder über Liebe” mitgespielt und kann vor allem wahnsinnig gut Geschichten erzählen. Außerdem mit dabei: Nagel, Frontsänger von Muff Potter und Autor des Buches „wo die wilden Maden graben“ (Ventil, Mainz 2007). Beitrag anhören:

Das iPhone 3G

wurde gestern Abend auf der Keynote von Steve Jobs vorgestellt. Ab morgen 11.Juli ist es in den Läden: bessere (schnellere) Hardware, leicht neues Gewand – vor allem aber für die Hälfte des alten Preises!

iphone3g_bw.jpg

Neue Funktionen: Triband, GPS, längere Akkulaufzeit, mehr Speicher für weniger Geld (8GB für 199$, 16GB für 299$), Metall-Knöpfe, Plastik-Rückenabdeckung in schwarz oder weiß (nur das 16GB Modell), gleiche, alte 2-Megapixel-Kamera, immer noch keine Videofunktion. Das dürfte das Wichtigste sein. Insgesamt reizt es mich technisch nicht so sehr dass ich umsteigen würde – UMTS brauche ich nicht und statt GPS auf dem iPhone habe ich ne richtige Navi nur das weiße Gehäuse wäre ein Umstiegsgrund. Alles in Allem schaut es etwas anders aus, die Hardware ist schneller – können tut es aber das gleiche. Ein fairer Deal sowohl für neue als auch alte Kunden.

Das beste: Eine komplett neue iPhone Software (2.0) mit vielen neuen Funktionen gibt es in vier Wochen für alte und neue iPhones – kostenlos von Apple nachgereicht!